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Neuer Versuchsaufbau „Loklabtisch“ im DDM vor Fertigstellung

SOFTLOK war damit beauftragt worden, die technische Umsetzung für einen Versuchsaufbau im Deutschen Dampflokmuseum (DDM) in Neuenmarkt-Wirsberg zu realisieren. Der Versuchsaufbau soll dem Museums-Besucher die physikalische Problematik von Schienenfahrzeugen an großen Steigungen demonstrieren. Dazu wurden 3 unterschiedliche Versuchsanordnungen aufgebaut.

 1) Versuch „Getriebe gegen Gestänge“ (Traktionsvergleich zwischen Dampflok und Diesellok)

Auf 3 parallelen Gleisen fahren 3 „Lok-Anordnungen“ gegeneinander eine Steigung hinauf und zeigen dabei ihr unterschiedliches Traktionsvermögen. Die geringste Traktion entwickelt dabei die alleinige Dampflok. Mehr Zugkraft entwickelt die Dampflok in Doppeltraktion (mehr angetriebene Achsen). Die größte Zugkraft entwickelt die Diesellok (modernere Achsantriebssteuerung).

Bei einer Dampflok sind alle angetriebenen Achsen durch das Gestänge fest verbunden. Sobald die Haftgrenze einzelner Achsen erreicht ist, beginnen alle angetriebenen Achsen gemeinsam zu schleudern. Damit kommt die Lok zum Stillstand.

Bei der Diesellok werden die einzelnen Achsen über Achsgetriebe separat angesteuert. Wenn eine einzelne Achse zu schleudern beginnt, dann sind die verbleibenden Antriebsachsen nicht davon betroffen und können weiterhin Traktion liefern.

Hier zeigen 2 Antriebssysteme, was Sie am Berg leisten können. Diesellok (Getriebe) gegen Dampflok (Gestänge). Die Dampflok ist gleich 2 Mal vertreten: Einmal als Einzel-Lok und einmal in Doppeltraktion. Doch auch das hilft nichts: Die Diesellok mit dem moderneren Antriebssystem gewinnt den Traktions-Vergleich.

Die aufwendigen Relais-Steuerung für den Versuch „Getriebe gegen Gestänge“

 

Was per Software mit einer Steuerung ganz einfach zu programmieren gewesen wäre, das ist – realisiert mit Relais- und Timer-Logik – ein erheblicher Aufwand. Vorteil: Einschalten und los geht’s.

 

2) Versuch „Rad gegen Schiene“ (Traktionsvergleich zwischen Eisenbahn und Auto am Berg)

Auf 2 parallelen Strecken fährt eine Lok gegen ein Auto eine Steigung hinauf. Während die Eisen-bereifte Lok bei größer werdender Steigung schon früh zu schleudern beginnt und stehen bleibt, fährt das Gummi-bereifte Auto unbeeindruckt von der zunehmenden Steigung einfach weiter. Am Berg ergibt das einen klaren Traktions-Vorteil für das Auto.

In der Steigung hat das Gummi-bereifte Auto einen klaren Vorteil gegenüber der Eisenbahn wegen der hohen Haftreibung des Gummi-Rades auf dem vergleichsweise rauen Asphalt.

Gesamtansicht der Relais-Steuerung für den Versuch „Rad gegen Schiene am Berg“

 

3) Versuch „Rad gegen Schiene“ (Traktionsvergleich zwischen Eisenbahn und Auto in der Ebene)

In der Ebene geht es nicht so sehr um die maximale Traktion sondern um den Rollwiderstand.

Auf einer parallel verlaufenden Strecke (Schiene und Straße) werden ein Güterwaggon und ein Auto von ein und derselben Abstoß-Einrichtung mit einem identischen Impuls in Bewegung gebracht. Der Eisenbahn-Waggon rollt danach dank der geringen Radreibung (Eisen auf Eisen) deutlich weiter, als das Gummi-bereifte Auto, das früher wieder zum Stillstand kommt.

In der Ebene hat die Eisenbahn einen Vorteil gegenüber dem Gummi-bereiften Auto wegen des geringeren Rollwiderstandes des Eisenrades auf der glatten Eisenbahnschiene.

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SOFTLOK-Update 12.5A verfügbar

Neuerungen in SOFTLOK 12.5A vom 29.06.2020

Fehlerbeseitigung im Master-Slave-Betrieb

Eine Änderung des Signal-Symbols „Taster-rot“ am Master wurde vom Slave-PC nicht registriert. Auch eine Änderung von „Taster-rot“ am Slave-PC wurde vom Master-PC nicht registriert und damit auch nicht verarbeitet. Dieser Fehler ist nun behoben.

Neuerung: Einstellbare Cursor-Geschwindigkeit für alle SOFTLOK-Menüs

Anwender ohne lange Mausbedienungs-Erfahrung am PC empfanden oft die Cursor-Geschwindigkeit innerhalb der SOFTLOK-Menüs als zu schnell. Wenn man einen Menüpunkt mit der Maus angewählt hatte und diesen dann mit der linken Maustaste auslösen wollte, dann „rutschte“ der Cursor oftmals kurz vor dem Drücken der Maustaste durch eine kleine ungewollte Handbewegung noch um einen Menüpunkt weiter. Die Folge: Es wurde etwas angewählt, was man gar nicht haben wollte.

Neu: Jetzt gibt es 3 einstellbare Empfindlichkeitsstufen für die Cursor-Bewegung mit der Maus. Dabei sind waagerechte und senkrechte Bewegungen separat einstellbar. Die Werte für die Empfindlichkeits-Einstellung sind in der Datei SAVE.INT gespeichert. Standardmäßig ist nun die mittlere Empfindlichkeitsstufe eingestellt. Mit einem Editor können Sie den festgelegten Empfindlichkeitswert verändern.

Hinweise dazu im Handbuch Kap.7, Seite 2-4.

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SOFTLOK-Update 12.59 verfügbar

Neuerungen in SOFTLOK 12.59 vom 14.04.2020

Optimierung der Status-Steuerung bei Master/Slave-Betrieb und Not-Halt

Im Falle von Not-Halt zeigt der Master-PC das bekannte rote Not-Halt-Fenster und kann fortan für eine Fehler-Analyse oder für erforderliche manuelle Schaltvorgänge nicht mehr genutzt werden. Jede Eingabe am Master hebt bekanntlich Not-Halt wieder auf.

Der Slave-PC bietet hingegen – auch während Not-Halt – schon immer viele Bedien-Möglichkeiten (besonders in der Gleisbild-Steuerung), während die Status-Steuerung des Slave-PCs bisher bei Not-Halt kaum nutzbar war.

Das ist neu: Jetzt kann auch bei Not-Halt die Staus-Steuerung voll genutzt werden.  Um das zu ermöglichen, kann der Not-Halt am Slave-PC nur noch außerhalb der Status-Steuerung aufgehoben werden durch drücken von ESC.  Damit wird ein Slave-PC bei kritischen Situationen auf der Anlage noch hilfreicher.